Eine Installierung von Personalentwicklung ist ein laufender Prozess und bestens geeignet für ein eigenes Projekt, dessen Ablauf gut geplant und begleitet werden sollte.




Unter dem Begriff Personalentwicklung wird allgemein die Entwicklung von Menschen innerhalb eines Betriebes gemeint. Vielfach beschränkt sich die Personalentwicklung auf die Aus- und Weiterbildung von Mitarbeitern.

Die Effekte aus den Weiterbildungsschritten können vielfach kaum quantitativ bewertet werden. Trotzdem werfen die Weiterbildungsschritte immer die Frage auf, welchen Nutzen sie für den jeweiligen Betrieb haben bzw. hatten. Dies ist unter anderem durch Tests erfassbar. Trotzdem bleibt die Frage, wie das Erlernte umgesetzt wurde bzw. umgesetzt werden konnte. Zweiteres ist nämlich nur dann der Fall, wenn die Führungsebene dies auch zulässt.
Sinnvoll erscheint es, zunächst festzuhalten, was die jeweilige Arbeitsstelle überhaupt wissen bzw. können muss ,um ihre Tätigkeit bestens ausüben zu können. Dieses Profil ist Personenunabhängig zu erstellen. Es hat sich in den meisten Betrieben eine Dreiteilung der Anforderungen gezeigt:

    -    Fachkompetenzen
    -    Methodenkompetenzen
    -    Soziale Kompetenzen

Jede Arbeitsstelle (zumeist können mehrere Funktionen zusammengefasst werden) wird dabei erfasst und nach diesem Muster wird die Aus- bzw. Weiterbildung Jahr für Jahr erarbeitet. Die Personalentwicklung wäre jedoch schlecht beraten, wenn sie dies allein entscheidet. Erst durch die Zusammenarbeit mit den Führungskräften, die ihrerseits jeweils mit ihren Mitarbeitern Gespräche geführt haben, ist ein rundes Konzept möglich. Ich gehe jedoch noch einen Schritt weiter und fordere die Führungskräfte zu einem Vorgespräch vor jedem Seminar ein. In diesem Vorgespräch soll erörtert werden, was der MA und was der Betrieb sich von dieser Weiterbildung erwartet. In einem Nachgespräch kann erörtert werden, ob die Erwartungen eingetroffen sind und welche Maßnahmen zur Umsetzung getroffen werden. Die Umsetzung der Maßnahmen ist zeitlich zu beschränken. Die Personalentwicklung hat die Aufgabe dies zu koordinieren und kann daraus Messinstrumente entwickeln.
Je besser dieses System funktioniert, desto besser wird auch die Motivation der MA sein.

Ganzheitliche Personalentwicklung

Wie bereits erwähnt, kann die PE ein Bildungscontrolling aufbauen. So sind Zahlen wie z.B. prozentuale Trainingskosten zum Umsatz, Ausbildungstage im Schnitt pro MA, Personalfluktuation p.a. etc. nur teilweise aussagekräftig.
Eine erfolgreiche PE sollte in einem Unternehmen in die Unternehmensstrategie mit eingegliedert werden. Die PE wird sich konsequent nach den Zielen und Visionen des Unternehmens bzw. nach den Abteilungszielen richten. Daraus wird sich ebenfalls das gesamte Weiterbildungskonzept ausrichten. Die Vorstellung, dass Seminare die Schwächen der Mitarbeiter „ausbügeln“ soll, weicht der Vorstellung, Stärken auszubauen.
Je präziser die Ziele und Visionen ausgearbeitet wurden, desto leichter wird sich die Personalentwicklung in der Umsetzung tun.

Natürlich ist auch ein entsprechender Führungsstil dafür eine Voraussetzung.

Adäquat ist heute das Modell des situativen Führens. Nach diesem Modell werden nicht alle Menschen auf die gleiche Weise geführt, sondern jeweils so, wie es ihrem aktuellen Entwicklungsstand entspricht. Grundsätzlich sind zwei Führungsrichtungen zu unterscheiden:

- Dirigierendes Verhalten lässt sich mit den Tätigkeiten strukturieren, kontrollieren und überwachen umschreiben. Es bedeutet, dem anderen klar zu sagen, was, wann, wo und wie zu tun ist, und die Ausführung der Tätigkeit anschließend zu überprüfen.

- Sekundierendes Verhalten lässt sich umschreiben mit den Tätigkeiten unterstützen, zuhören, fördern. Das bedeutet, den anderen zu ermutigen und zu selbständigen Handeln bei Problemlösungs- und Entscheidungsprozessen anzuregen.
(Vgl. A. Domscheit, Org. u. Personalentwicklung S 170 ff)


Bei der Entwicklung und Begleitung von Führungskräften ist Coaching eine sinnvolle und unterstützende Maßnahme, die ich nur wärmstens empfehlen kann. Ich biete in diesem Umfeld aufgrund meiner Netzwerkpartner auch diese Möglichkeit an.


Ein Berg der bezwungen wird ist ein persönlicher Erfolg,
der mehr wirkt als die Qual des Aufstieges: